Gemeinsam gegen Blutkrebs

Schüler typisieren 576 Schüler und Lehrer – Ein erfolgreiches Projekt der Medizinischen Fachangestellten des zweiten Ausbildungsjahres der Kaufmännischen Schule Lörrach.

Für viele Blutkrebspatienten ist eine Stammzellspende die einzige Überlebenschance. Die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ ist nicht immer erfolgreich. Deshalb engagierten sich die angehenden Medizinischen Fachangestellten des zweiten Ausbildungsjahres der Kaufmännischen Schule Lörrach im Kampf gegen den Blutkrebs. Die Schüler- und Lehrerschaft wurde am 14. und 15. Februar 2019 dazu aufgerufen, sich als potenzielle Stammzellspender bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) registrieren zu lassen.

Die DKMS ist eine gemeinnützige GmbH, die es sich zum Ziel gesetzt hat, für jeden Blutkrebspatienten einen passenden Spender zu finden oder ihm Zugang zu Therapien zu ermöglichen. Im günstigsten Fall liegt die Wahrscheinlichkeit dazu bei 1:20.000, bei seltenen Gewebemerkmalen findet sich eventuell unter mehreren Millionen kein „genetischer Zwilling“. Die „DKMS-Family“ ist mit über 6 Millionen registrierten Stammzellspendern der weltweit größte Dateienverbund. Täglich spenden mindestens 19 DKMS-Spender Stammzellen. Dennoch kann für zahlreiche Patienten kein geeigneter Spender gefunden werden. Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen in die Datei aufnehmen lassen.

Die Medizinischen Fachangestellten der KS Lörrach bei der Typisierung von potentiellen Stammzellenspendern.

Die zwei Tage dauernde Typisierung war ein voller Erfolg: 576 neue potenzielle Spender, aus der Schüler- und Lehrerschaft der Kaufmännischen Schule und der Mathilde-Planck-Schule, haben sich im Rahmen dieses Projektes typisieren lassen.

Die DKMS ist als gemeinnützige Gesellschaft im Kampf gegen Blutkrebs auf Spendengelder angewiesen, da eine Typisierung 35 Euro pro Erfassung kostet. Neben der hohen Anzahl von neuen potenziellen Stammzellspendern, wurde die DKMS deswegen auch finanziell mit 805,- € unterstützt. Außer den Geldspenden von Schülern und Lehrern trugen hier vor allem der von den Medizinischen Fachangestellten des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführte Waffel- und Kuchenverkauf bei.

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